Worum es geht
Die Geschichte von Ikarus hat der römische Dichter Ovid in den »Verwandlungen« geschildert: Dessen Vater Daedalus ist ein berühmter Erfinder, so gefragt, dass ihn König Minos auf der Insel Kreta einsperren ließ. Um zu entkommen, entwirft er für sich und seinen Sohn Flügel aus Federn und Wachs. Eindringlich warnt er, nicht zu nah an die Sonne zu fliegen. Doch der träumerische Ikarus missachtet dies, steigt zu hoch, die Flügel schmelzen und der Jüngling stürzt in den Tod. Die Geschichte erzählt von dem Gegensatz zwischen Alter und Jugend, Weisheit und Wagemut. Der römische Barockmaler Andrea Sacchi, der das Thema mehrmals gemalt hat, betont den verführerischen Charakter, der dem jungen Draufgänger mit sehnendem Blick innewohnt. Zwei Fassungen sind im 18. Jh. dokumentiert (Genua, Palazzo Rosso und Rom, Doria-Pamphilj), weitere Wiederholungen, die z.T. in Sacchis Werkstatt angefertigt wurden, sind bekannt. Auch das bisher nicht publizierte Stuttgarter Gemälde, das dem Museum 1844 geschenkt wurde, gilt als Kopie.
Haben Sie Fragen oder Informationen zu diesem Objekt?



