Hodlerkopf

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Worum es geht

Beschreibung

Nachdem Ernst Ludwig Kirchner den Sommer 1917 auf der Stafelalp verbracht hatte, begab er sich ab September bis zum Juli des folgenden Jahres in ein Sanatorium in Kreuzlingen auf der Schweizer Seite des Bodensees. In den letzten Wochen vor der Rückkehr Mitte Juli entstand der Farbholzschnitt mit dem Kopf des am 19.5.1918 verstorbenen Malers Ferdinand Hodler, den Hintergrund ziert dessen Gemälde »Der Frühling« von 1900/01 (Museum Folkwang, Essen). Am 22.6.1918 erkundigte sich Kirchner brieflich bei Henry van de Velde: »Wo kann ich wohl den Aufsatz über Hodler von Ihnen lesen? Ich arbeite an einem Farbenholzschnitt nach seinem Kopf. Es war doch ein ›Großer‹.« Neu ist, dass dieser nicht wie gewöhnlich von einem schwarzen Zeichnungsstock für die Konturen und einem oder mehreren Farbstöcken gedruckt wurde, sondern dass sich die Darstellung aus beiden Farben zusammensetzt, die vermutlich von Vorder- und Rückseite ein und desselben Holzstockes in bisher fünf bekannten Exemplaren gedruckt wurde. Das vorliegende Exemplar trägt eine Widmung an Gustaf Schiefler, dem Kirchner am 8.1.1919 schrieb: »Den Hodlerkopf drucke ich dieser Tage für Sie und sehen ihn mit den anderen letzten Holzschnitten. Er soll meine Neujahrsgabe für Sie sein.«

Text

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