Worum es geht

Beschreibung

Das Aktzeichnen war und blieb für Ernst Ludwig Kirchner stets der Ausgang aller seiner Kunst: »Die Kunst ist von Menschen gemacht. Seine eigene Gestalt ist das Zentrum aller Kunst, denn für alles Empfinden ist seine Form uns ein Maß Grundlage und Ausgangspunkt. Ich verlange deshalb als erste für alle Kunstschulen das Aktzeichnen als Hauptfach.« Auch in der späteren Zeit in seinem Schweizer Domizil bei Davos entstanden immer wieder Aktzeichnungen, in denen er sich nun auch von anderen Künstlern inspirieren ließ. Die großen ornamental wirkenden Flächen dieses weiblichen Aktes erinnern an Henri Matisse, die Verschiebung einzelner Körperpartien in andere Ansichten und die scheinbare Plastizität an Pablo Picasso. Dagegen wird die eigentliche Körperlichkeit zurückgenommen, die Gliedmaßen sind so eng zusammengeschoben, dass sie wie flache Schichten wirken. Auch die kreisförmige Fläche hinter beziehungsweise unter dem Akt (vielleicht ein Badetub) trägt zur Schichtung bei.

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