Worum es geht

Beschreibung

Schon im September 1925 notierte Ernst Ludwig Kirchner in seinem Tagebuch: »Heute habe ich 25 Jahre solcher Arbeit hinter mir und ich glaube, dass ich etwas Form eigener Phantasie dadurch entwickelt habe. Ich möchte darum erst mal aufhören, vor der Natur zu skizzieren, und nur aus dem Gedächtnis und [der] Phantasie das tun.« Und so ist auch diese Zeichnung eines Paares am Kaffeetisch nicht nach der Natur, sondern aus der Erinnerung entstanden. Die heller gehaltenen Personen sind derart in die dunkle Rückwand der Bank, auf der sie sitzen, eingefügt, dass sie wie Negativformen wirken. Der helle Tisch tut sein Übriges dazu, sie einzuschließen, so dass eine Bewegungsmöglichkeit kaum mehr vorhanden ist. Typisch für Kirchners Spätstil sind die Schichtung von Umgebung und Personen sowie die großen Farbflächen.

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