Die Heimsuchung (Das Marienleben, 9)

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Worum es geht

Beschreibung

Albrecht Dürer gibt seine seit 1502 entstehende Holzschnittfolge »Das Marienleben« im Jahr 1511 in Form einer neuartigen Verbindung aus Andachts- und Kunstbuch heraus. Darin werden die Bilder durch lateinische Texte des Benediktinermönchs Benedictus Chelidonius ergänzt. Im späten Mittelalter zählt die »Heimsuchung« nicht nur zu den zentralen Ereignissen des »Marienlebens«, sondern auch zu den sogenannten Sieben Freuden der Maria. Dürer zeigt im neunten Holzschnitt der Folge, wie Maria und ihre Begleiterinnen vor dem Haus des Zacharias eintreffen und sich die beiden schwangeren Frauen – Maria mit Jesus und Elisabeth mit Johannes dem Täufer – begrüßen. Ihre Begegnung stellt Dürer als innige Umarmung dar, ein Motiv, das damals besonders in Italien und im Rheinland geschätzt wurde. Die Begegnung der beiden Frauen inszeniert Dürer vor einer in strahlendes Licht getauchten Berglandschaft, für die er wohl auf Eindrücke seiner eigenen Alpenüberquerung 1494/95 zurückgreift.

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