Worum es geht
Das 1926 wahrscheinlich schon in Dessau entstandene Bild ist ganz in ein dunkelglühendes Rot getaucht. Kubische Bauformen wie Häuser, Türme und Quader, durchsetzt von Fenstern, Treppen, Brückenmotiven und Laufstegen, sind scheinbar beziehungslos über eine kahle, mondbeschienene Landschaft verteilt. Das Ganze erinnert von fern an eine Baustelle und vielleicht sind die Häuser ironische Abbreviaturen der begonnenen Bauhaus-Neubauten. Der Verzicht auf einen einheitlichen Fluchtpunkt und die Unstimmigkeit der Perspektive steigern das Fragmentarische und Disparate, das aber von der monochromen Gesamttonalität eingehüllt wird. Durch das flackernde Helldunkel der Beleuchtung, das die geometrischen und stereometrischen Strukturen hervorhebt, rückt die nächtliche, menschenleere Szenerie in eine traumhafte Sphäre von kristallinischer Transparenz. (Siehe: Bestandskatalog »Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts». Staatsgalerie Stuttgart 1982, S. 177).
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