Worum es geht
Im Werk von Conrad Felixmüller ist der Mensch das Hauptthema, besonders der Blick auf die Augen seiner Dargestellten ist hervorzuheben. Auch begleitete er sein Leben mit zahlreichen Selbstporträts. Der Künstler begann als Expressionist, wandte sich dann jedoch der Neuen Sachlichkeit zu. Die Positionierung des jungen Mannes ist außergewöhnlich, zieht sich doch eine S-förmige Wendung durch den Körper, die offenbar die Lässigkeit des Gymnasiasten verdeutlichen soll. Die Zeichnung wurde 1937 vor der Beschlagnahmung durch Theodor Musper gerettet, der ab 1930 verantwortlich für das »Graphische Sammlung Stuttgart« genannte Kupferstichkabinett im ehem. Kronprinzenpalais und von 1946 bis 1963 Direktor der Staatsgalerie war. Er nahm sie mit 47 weiteren in einem »Koffer« (so die mündlich überlieferte Legende) mit nach Hause. Später lagerte er sie zum Schutz vor der Bombardierung aus; 1947 wurden sie der Sammlung wohlbehalten vom »Tribunal Militaire du Quartier Général« zurückgegeben.
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