Worum es geht
László Moholy-Nagy (1895–1946), der 1923 im Alter von nur 27 Jahren eine Professur als Leiter des Vorkurses und der Metallwerkstatt am Bauhaus in Weimar antritt, setzt an der Kunstschule wesentliche Impulse – auch auf dem Gebiet der Fotografie. Seine Aufnahmen sind nicht bloß mechanische Reproduktionen, sondern zeigen, wie er sich dem Gesehenen mithilfe ungewöhnlicher Perspektiven und Bildausschnitte in bis dato ungekannter Weise nähert. Die 1926 entstandene Aufnahme einer Gletscherspalte gehört dabei zu den wenigen reinen Naturmotiven im fotografischen Werk von Moholy-Nagy. In der Verwendung von umgekehrten Tonwerten verstärkt er hier den Eindruck der Gletscherspalte als starke Diagonale innerhalb der abstrakten Felsformation und lässt so auch Assoziationen zu seinen Fotogrammen zu, für die er im Besonderen bekannt ist.
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