Worum es geht
Neben einer kleinen Kate liegt die Leiche einer jungen nackten Frau, die am Ufer eines Gewässers angeschwemmt wurde. Der Titel »Geländete Leiche« mag etwas verwirren, mit dem Wort »länden« ist altertümlich das Aus-dem-Wasser-Holen und an Land-Bringen besonders von Ertrunkenen gemeint. Damit aber nimmt das Schicksal des Mädchens, das - vielleicht ungewollt geschwängert - ins Wasser gegangen ist, traurige Gestalt an. Alfred Kubin erschüttert uns immer wieder durch seine alptraumhaften Geschichten, die den zum Teil absurden gesellschaftlichen Normen des Lebens geschuldet sind. Das Blatt ist in der vierten Mappe des ersten Jahrgangs in »Die Schaffenden« (Weimar, Gustav Kiepenheuer Verlag, 1919) erschienen, zu der Kubin auch die Lithographie »Das Grab meiner Mutter« beigesteuert hat (Inv. Nr. A 1974/5370,34).
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