Worum es geht
Das von Jacob Matham nach einem Entwurf von Hendrick Goltzius im Kupferstich ausgeführte Blatt zählt zu einer siebenteiligen Serie, in der die weiblichen Personifikationen der Todsünden ganzfigurig vor niedrig angesetzten Landschaften erscheinen. Matham hat auch eine formal entsprechende Serie der sieben Tugenden nach Entwürfen von Goltzius gestochen. Die Personifikation der Gefräßigkeit (Gula) ist als nur leicht bekleidete füllige Frau in der dynamischen Pose von Raffaels berühmter »Galathea« dargestellt. Während sie mit ihrer erhobenen Linken ein Tablett mit einer Vogelpastete balanciert, hält sie in ihrer Rechten eine Amphore mit Wein, die sie zugleich auf ihrem angezogenen Knie abgestellt hat. Hinter ihr zeigt sich eine sanft abfallende, liebliche Landschaft, die offenbar den leichten, sinnlichen Lebensweg der Gula versinnbildlicht. Zu ihren Füßen links kauert sich als sprechendes Attribut ein gefräßiges Wildschwein.
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