Worum es geht
Paul Klee lehrte seit Dezember 1920 am Staatlichen Bauhaus in Weimar und nach dessen Umzug bis 1931 in Dessau. Er war 1921 Formmeister der Buchbinderwerkstatt, 1922 der Metallwerkstatt sowie 1922-1925 der Glasmalerei Von 1921 bis 1925 unterrichtete er zudem Bildnerische Formlehre. Letztere deckte sich mit seinen eigenen Arbeiten. Wie kaum ein anderer Künstler konstruierte er seine Zeichnungen minutiös bis ins kleinste Detail. Dabei ist Bewegung innerhalb seiner Kompositionen ein wichtiges Moment. Im Aquarell »Gebirgsbildung« von 1924 ist ein Farbverlauf von Dunkel zu Hell innerhalb der das Blatt strukturierenden Hintergrundgestaltung erkennbar. Darüber wurde im Umdruckverfahren eine schwarze Linienstruktur aufgetragen, pointiert durch einen Diagonalschwung. Dort, wo die beiden Teile aufeinandertreffen ist die Farbformation aufgehellt. Zwei Pfeile unterstreichen die Richtung, in der die Energien der Kräfte, die Veränderungen einer Gebirgsbildung hervorrufen, laufen, und geleiten somit auch das Auge des Betrachters.
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