Worum es geht
Der bildmäßig gerahmte Entwurf zu »Der Fürst und die Künste« von Nicolas Guibal ist eine Huldigung an Herzog Carl Eugen. Er steht in antiker Feldherrntracht inmitten der Allegorien der Künste: Rechts die Malerei, die ein Gemälde präsentiert, über ihr zwei Putti mit einem weiteren Bild. Links erscheinen die Architektur mit diversen am Boden liegenden Plänen sowie die Bildhauerei in Gestalt einer antiken Büste des Apoll, dessen Züge denen Carl Eugens ähneln. Ergänzt wird die Darstellung durch die Rückenfigur der Minerva mit Helm und Schild (mit dem Kopf der Medusa), der Beschützerin der Weisheit, Wissenschaft und bildenden Künste. Zu ihr blickt der Herzog, um sich ihres Beifalls für sein Tun, auf das er mit seinen ausgebreiteten Armen verweist, zu vergewissern . Der antike Rundtempel sowie die Fassade der Hohen Carlsschule im Hintergrund, die 1781 zur Universität erhoben wurde, nobilitieren des Herzogs Verdienste als Bauherr und Förderer der Künste und Wissenschaften. Eine weitere zeitgleiche Zeichnung Guibals huldigt ebenfalls dem Herzog (Inv. Nr. C 1972/2200 [KK]), ein verschollenes Gemälde Guibals mit »Carl Eugen als Beschützer von Kunst und Wissenschaft« befand sich ehemals in der Stadtwohnung der Franziska von Hohenheim in Stuttgart (Uhlig 1981, Nr. 88). Eine Zeichnung gleichen Sujets, eigenhändig von Guibal bezeichnet mit »inventé e dessiné par Nicolas Guibal - Lorrain 1781 à Stuttgard«, ist unter die Kriegsverluste zu rechnen (ebd., Nr. 186).
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