Worum es geht
Das vorliegende Blatt gehört zu einer Serie von acht allegorischen Kupferstichen, die 1588 von Jacob Matham nach Entwürfen von Hendrick Goltzius angefertigt wurden und die jeweils Gruppen von Personifikationen oder mythologischen Figuren zeigen. Goltzius stellt sich hier die anspruchsvolle Aufgabe, sonst auf mehrere Blätter verteilte Motive in einem Bild zu konfigurieren. Offenbar möchte er damit nicht zuletzt seine »gelehrte Kunstfertigkeit« (Ars docta) unter Beweis stellen. Die fünf Sinne werden hier durch variantenreich gedrehte und in ihre sinnlichen Wahrnehmungen versunkene junge Frauen verkörpert. Vorne rechts sitzt der Geschmack (Gustus) mit frischen Früchten, begleitet von dem in einen Blumenstrauß versenkten Geruch (Odoratus). Links befindet sich die Rückenfigur des musizierenden Gehörs (Auditus) und oben der sich in einem Spiegel betrachtende Sehsinn (Visus). Als fünfter Sinn schwebt oder liegt im verschatteten Hintergrund links der Tastsinn (Tactus).
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