Worum es geht
Aus Abneigung gegen das kriegsführende Deutschland änderte der Amerika-begeisterte Georg Ehrenfried Groß 1916 seinen Namen und nannte sich von nun an George Grosz. Auch sympathisierte er mit Helmut Herzfelde, der sich den Namen John Heartfield zulegte. Mit seinem Bruder Wieland Herzfelde gründete letzterer 1917 den Malik-Verlag, der für Publikationen mit revolutionärer Literatur und dadaistischen Themen berühmt wurde. Grosz veröffentlichte zwischen 1916 und 1929 dort sechs Graphikmappen sowie zahlreiche seiner illustrierten Bücher. Die »Erste George Grosz-Mappe« von 1916/17 enthält neben charakteristischen Darstellungen, die mit spitzem, pointiertem Strich das Großstadtleben dokumentieren, auch als letztes der insgesamt neun Blätter die außergewöhnliche Lithographie »Mondnacht«: In der malerisch ausgeführten nächtlichen Szene huscht schemenhaft eine Pferdekutsche vorbei, ein Mann führt seinen Hund aus. Das bedrohliche Gesicht in der unteren Bildmitte verunsichert die linke Person, die ihren Geldbeutel fest umklammert.
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