Entwurf zu Schloss Solitude: Grund- und Wandaufriss für den Hauptsaal (Weißer Saal)

Worum es geht

Beschreibung

1763 begann Herzog Carl Eugen auf einer der Höhen südlich von Stuttgart mit der Errichtung eines Schlosses, das ihm zur »Solitude« dienen sollte: Hier wollte er sich vor den politischen und privaten Widrigkeiten zurückziehen, daher wurde das Schloss zu seiner wohl persönlichsten Schöpfung. Für die Ausstattung war zunächst ab 1763 Nicolas Guibal zuständig. Sein Hauptanteil war der sogenannte »Weiße Saal«, für den er diesen Entwurf vorlegte, der jedoch in der Ausführung von Philippe de La Guêpière (1715-1773) umgearbeitet wurde. Im oberen Teil des Saales über den Säulen befinden sich Stuckfiguren, die ebenfalls nach Guibals Zeichnungen ausgeführt wurden (vgl. Inv. Nr. C 1978). Desgleichen schuf er 1768 das dortige Deckenbild mit der »Verherrlichung der Regierung Herzog Carl Eugens«. Entwürfe Guibals zur Architektur und Innenausstattung von Schloss Solitude werden von Ludwig Weisser in seinem ersten Bestandskatalog des Königlichen Kupferstichkabinetts 1863 summarisch zusammen mit denen anderer Künstler wie etwa de la Guêpière erwähnt (Bü. 237): »Verschiedene architektonische Zeichnungen, worunter ein großer Riß; sämtlich aus Herzog Carls Zeit; einige davon von Guibal; 18 Blätter«; »Architektonische Zeichnungen, darunter ein reich verziertes Portal; 6 Blätter; darunter 2 von Guibal«; »Entwürfe zu Plafonds, Caminen, Thüren, einer Orgel u. dergl.; 15 Blätter; mehreres von Guibal«.

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