Worum es geht
Das Blatt ist Teil des gewaltigen Holzschnittfrieses »Triumphzug Kaiser Maximilians I.«., mit dem der Kaiser seine »gedechtnus«, also sein Andenken in der Nachwelt, sicherstellen wollte. Ursprünglich auf rund 200 Blätter von insgesamt 60 Meter Länge angelegt, blieb das Projekt mit dem Tod des Kaisers im Jahr 1519 unvollendet. 1526 ließ Maximilians Enkel, Erzherzog Ferdinand, die 136 fertiggestellten Holzstöcke erstmals drucken. Weitere Druckausgaben folgten im 18. und 19. Jahrhundert. Am ursprünglichen Projekt waren vor allem Hans Burgkmair, Albrecht Altdorfer und Albrecht Dürer beteiligt. Das hier gezeigte Blatt stammt von Hans Springinklee und zeigt einen mächtigen Wagen, der von einem Landsknecht über ein Schwungrad angetrieben wird, das er mit Händen und Füßen betätigt. So erscheint das Militär hier als treibender Motor der Staatsmaschine. Auf dem über den Rädern befindlichen Sockelgeschoss des Wagens ist ein Feldlager dargestellt, während hoch oben auf dem Wagen in miniaturisierter Form die Einnahme einer Stadt durch kaiserliche Truppen zu erkennen ist.
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