Worum es geht

Beschreibung

Das Blatt gehört zu den von Paul Klee selbst zerschnittenen Werken. In seinem Tagebuch vermerkte er bereits 1911: »Manches vollende ich zum Schluß kompositorisch nach dem pseudo-impressionistischen Grundsatz ›was mir nicht paßt, schneide ich mit der Schere weg‹.« In der, trotz des flirrenden Mosaiks aus Farbfeldern, zu Beginn wohl allzu »dogmatischen« Komposition hat der Künstler den ursprünglich rechten Streifen nach links versetzt. Die aus dem Gleichgewicht gebrachte Darstellung zeigt auch Kritik an religiöser Dogmatik - etwa in dem weiblichen Gesicht, über dem die Buchstaben »MARIA« zu lesen sind, sowie, unter einem Herz, dem Kind in ihrem Leib, das ebenso zerschnitten wurde wie die Gebetshaltung. Auch der Hahn der (Kirch-) Turmspitze weist auf einen religiösen Ort hin.

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