Worum es geht
Hansjörg Mayer, der experimentelle Typograph, hat sich von Beginn seiner Tätigkeit an mit den Grundlagen des Druckprozesses künstlerisch auseinandergesetzt und das performative Potential eines schlichten Buchstabens variationsreich durchgespielt. Die Mappe »programm typografie 2« führt in drei Serien à vier Blatt 12 Möglichkeiten von Bildern »zweckfreier typografie« vor. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Hansjörg Mayer, dem Literaten Reinhard Döhl sowie dem Maler Günther C. Kirchberger und steht ganz im Geiste der mathematischen Ästhetik Max Benses, Vordenker sowohl der Konkreten Poesie wie der Computerkunst. Auf der Basis eines Rasterquadrates von 26 mal 26 Alphabeten hatte jeder der drei Beteiligten ein in sich schlüssiges Buchstabensystem herauszupräparieren und in den Farben Rot, Gelb, Blau und Schwarz mit maximal 12 Durchgängen im Buchdruckverfahren zu realisieren. Die Lettern durften um 90°, 180° oder 270° gedreht und auch übereinander gedruckt werden. Es entstanden so zwei Folgen reiner Buchstabenraster von Reinhard Döhl und Hansjörg Mayer sowie eine Serie farbiger, aus den Wörtern schwarz, blau, rot und gelb gebildeter Netzstrukturen von Günther C. Kirchberger.
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