Worum es geht
Bernardo Strozzi (1581-1644) begann seine Karriere in Genua, übersiedelte aber um 1630 nach Venedig, wo das Halbfigurenbild entstanden sein wird. Keck blickt die kindliche Figur mit geröteten Wangen aus dem Bild; trotzdem sie durch Speer und Hund sowie dem nur lose über die Schulter geworfenen Gewand zu Jagd gerüstet scheint, ist die konventionelle Identifizierung mit der Jagdgöttin Diana, die eigentlich nie als Kind oder Jugendliche gezeigt wird, fraglich. Daher wurde vorgeschlagen, die Figur als eine Jagdnymphe zu identifizieren, eines der mädchenhaften Naturwesen aus dem Gefolge der Göttin. Denkbar ist auch, dass es sich hier um eine Form des mythologischen Porträts handelt, also um die Darstellung einer Person in historischem Kostüm, ein schon in der Renaissance verbreiteter Typus. Strozzis Werkstatt wiederholte besonders beliebte Kompositionen schon zu Lebzeiten des Künstlers, sodass mehrere Fassungen desselben Themas keine Seltenheit sind. Von der Diana oder einer ihrer Jagdnymphen sind mehrere Wiederholungen bekannt, die Stuttgarter Fassung gilt weithin als die beste.
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