Worum es geht

Beschreibung

Wie bei zwei weiteren Stuttgarter Zeichnungen (Inv. Nr. C 1425, C 1435) handelt es sich auch hier um eine Vorstudie zu einer der Figuren in den Fresken der Villa Valmarana ai Nani bei Vicenza, die Giovanni Battista Tiepolo und sein Sohn Giovanni Domenico (1727-1804) im Jahre 1757 schufen. Tiepolo griff dabei auf die »Diana« mit dem kleinen Mond über dem Haupt im Treppenhaus der Würzburger Residenz zurück, die auf Wolken rechts neben dem von Engeln gehaltenen Medaillon mit dem Porträt des Fürstbischofs sitzt (Massimo Gemin und Filippo Pedrocco: Giambattista Tiepolo. I dipinti. Opera completa, Venedig 1993, Nr. 415). Offenbar hatte der Maler einen Ricordo (Nachzeichnung zur Erinnerung) zur Hand, als er sich mit der Vorbereitung der Valmarana-Fresken beschäftigte, veränderte jedoch die Haltung des linken Armes. In der Ausführung allerdings erscheint die Figur in der Stanza dell'Olimpo in der Foresteria der Villa Valemerana schließlich als »Venus«, die, von Cupido begleitet, Mars gegenübersitzt (Gemin/Pedrocco 1993, Nr. 453). Ein weiteres Mal fand die Gestalt ebenfalls in der Villa Valamarana Verwendung, nun seitenverkehrt und als Studie zur halbverdeckten Diana hinter Apoll (ebd., Nr. 455). Weitere Entwürfe zu den Figuren der Sala dell'Olimpo befinden sich in London (George Knox: Catalogue of the Tiepolo Drawings in the Victoria & Albert Museum, London 1960, Nr. 255-258).

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