Worum es geht

Beschreibung

Während der Werkbund-Ausstellung in Köln lernte Ernst Ludwig Kirchner 1914 Oskar Schlemmer kennen. Der Kontakt hielt, und noch im März 1934 machte Schlemmer einen Besuch in Kirchners Schweizer Domizil: »Haus Kirchner, 40 Franken Miete im Monat, sehr bäuerlich, aber geräumig, primitiv, doch schön. Seine Frau, unglückliche Berlinerin, d.h. sie träumt von Komfort und von der Großstadt, hat sehr schweres mit Kirchner, der sehr krank war, durchgemacht […]. Er hat sich zurückgezogen, ist aber doch der Bedeutendste unter den Brücke-Leuten.« Anlässlich des Besuchs entstand der Holzschnitt, von dem bisher nur drei Exemplare bekannt sind. Zwei hintereinander geschichtete Ansichten des Dreiviertelprofils geben Schlemmers charakteristische Physiognomie mit der hohen Stirn, den abstehenden Ohren und seiner Glatze wieder, wobei das vordere Gesicht wie eine aufgesetzte Maske, das Ganze selbst wie eine aus Draht gebogene Skulptur erscheint. Folgerichtig wird die Darstellung rechts unten durch ein Hauptmotiv Schlemmers, den »Homo«, ergänzt (vgl. Inv.Nr. P 299), als Hinweis auf seine Beschäftigung mit der Figur im Raum.

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