Armut bringt Demut – Pauperies (Der Kreislauf des Wechsels menschlicher Lebensverhältnisse, 6)

Worum es geht

Beschreibung

In dem von Philips Galle verlegten Zyklus über den »Kreislauf des Wechsels menschlicher Lebensverhältnisse« orientiert sich Marten de Vos bei seinen Entwürfen an Maarten van Heemskercks Zyklus von 1564 (Inv.-Nr. A 13989–13997). Anders als dieser zeigt er keine Triumphwagen, sondern jeweils die Hauptfigur und ihr »Kind« erhöht im Vordergrund vor einem weitläufigen Bildraum. So sitzt die Personifikation der Armut (Pauperies) mit aufgelöstem Haar und zerschlissenem Kleid auf einem Thron aus krummem Holz und Stroh. Ihre eine Hand, auf die sie ihren Kopf stützt, signalisiert Trauer und Melancholie, während die auf dem Bauch ruhende Hand ihren Hunger anzeigt. Auch die Landschaft des Hintergrunds ist von Zerstörung und Elend gezeichnet: Bettler und Landstreicher ziehen zwischen Ruinen und kahlen Bäumen umher. Zu Füßen der Pauperies hockt die kindliche Demut (Humilis animus) als fromme Schäferin mit Hirtenstab und meditiert über das von Neid und Zwietracht gespaltene Herz in ihrer Hand.

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