alphabet

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Worum es geht

Beschreibung

Im Werkverzeichnis von Hansjörg Mayer steht die Kassette »alphabet« an zweiter Stelle. Sie enthält den konzeptuellen Kern seiner künftigen »Typoeme«, die bildnerische Kraft und Kombinationsvielfalt eines einfachen Buchstabens in einem proportional definierten Leerfeld in immer neuen Variationen auszuloten. Bildfiguren sind die Lettern a bis z, als Kleinbuchstaben in markantem Buchdruck in Schwarz gesetzt auf weißen Grund. Schriftzeichen sind nicht nur zum Lesen da, sondern auch zum Betrachten, haben eigene Formwerte. Blatt für Blatt nimmt sich Hansjörg Mayer alle 26 Buchstaben des Alphabets vor. Er spielt mit ihrer Position im Blatt, kippt sie, spiegelt sie, stellt sie auf den Kopf, versammelt sie zu Gruppen eigenen Zuschnitts bis hin zum Ornament. So wird aus einem um seinen Fußpunkt 8-fach gedrehten ›y‹ eine Rosette, aus einem 9-fach nebeneinander gesetzten ›l‹ eine Palisade, und mehrere ›s‹ lassen sich zur Kette miteinander verkoppeln. »Die Idee war Addition, ein Buchstabe sollte sich mit sich selbst zum Superzeichen zusammensetzen«. Sein Portfolio »alphabet« hatte der 18-jährige Hansjörg Mayer während eines Fortbildungsaufenthaltes in der Druckerei Orell Füssli in Zürich von Hand mit nur jeweils einem Holzbuchstaben in drei bis neun Durchgängen gedruckt, in einer Auflage von 10 Exemplaren. Das Exemplar der Staatsgalerie ist einer der raren ›artist‘s proofs‹.

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