Worum es geht
Im Entwurf für eine Supraporte in der Militärakademie auf der Solitude mit der »Allegorie auf die Lateinische Sprache« wird diese ausgewiesen durch ein Buch mit den Briefen Ciceros (»Mar Ci Tullio Ciceronis Opis«), das eine weibliche Figur aufgeschlagen in der Hand hält. Rechts ist eine antikisierende Büste Herzog Carl Eugens zu sehen. Links im Hintergrund erscheint eine Darstellung von zwei Knäblein und einem Tier, vermutlich der Römischen Wölfin mit den Zwillingen Romulus und Remus. 1770 gründete Herzog Carl Eugen auf der Solitude eine »Militärische Pflanzschule«, 1773 erhob er sie in den Stand einer »Militärakademie« und vereinigte sie noch im selben Jahr mit der Académie des Arts, die auf der Solitude untergebracht war und an der Nicolas Guibal seit 1761 unterrichtete. Reinhard Ferdinand Heinrich Fischer (1746-1813) sollte dafür ein neues Gebäude errichten (vgl. Gottlieb Friedrich Abel [1763-nach 1808] nach Reinhard Ferdinand Heinrich Fischer »Topographischer Plan der Solitude bey Stuttgardt«, 1784, Inv. Nr. A 46923; Stuttgart 2004, Nr. A.13), doch kam dies über die Fundamente nie hinaus, da mit Rückverlegung der Residenz auch die Militärakademie 1775 in eine umgebaute Kaserne hinter dem Neuen Schloss in Stuttgart umzog.
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