Worum es geht
Hanna Frenzel (*1957) setzt in den 1980er Jahren in ihren Performances immer wieder den eigenen Körper als Motiv ein. Meist bewegt sich die Künstlerin in einem den Körper eng umgebenden Raum. So auch in ihrem Video „Airmoving“, in dem sie sich im Inneren eines Ballons bewegt. Die Bewegungen erzeugen sich ständig verändernde schemenhafte Bilder und Konturen. Die äußere Hülle verdeckt den Körper, schließt ihn ein und lässt mitunter einzelne Körperteile besonders hervortreten, die die Außenhaut des Ballons berühren und ausdehnen. Nur eine dünne Membran trennt die Außenwelt vom Inneren der Blase. Der dehnbare Raum erscheint wie eine schützende aber zugleich auch einengende Hülle. Was jedoch fehlt ist eine Durchlässigkeit. Ohne den Austausch von Innen und Außen werden die vorhandenen Ressourcen, wie in jeder abgegrenzten Umgebung, verbraucht. Mit der Zeit wird die Luft im Inneren knapp, bis die Künstlerin gezwungen ist, den Ballon zum Platzen zu bringen und ihre Blase zu verlassen, um weiter atmen zu können.
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