11.10.2019 - 2.2.2020

Tiepolo

Der beste Maler Venedigs

 

 

»Der beste Maler Venedigs« - so wurde Giovanni Battista Tiepolo (1696-1770) von seinen Zeitgenossen gefeiert. In Venedig geboren, stieg er zu einem der bedeutendsten Künstlern des 18. Jahrhunderts auf, der in Italien ebenso begehrt war wie in Würzburg und Madrid.

Anlässlich seines 250. Todestages widmeten wir ihm eine große Ausstellung und präsentierten unseren hochrangigen Bestand im Kontext kostbarer internationaler Leihgaben aus Europa und Übersee. Erstmals im deutschsprachigen Raum eröffnete die Schau den Blick auf die gesamte Schaffenszeit Tiepolos und machte die Vielfalt seines OEuvres anschaulich – von eleganten Gemälden zu Mythologie und Geschichte über dramatische religiöse Bilder bis zu Karikaturzeichnungen und Radierungen.

Mit seinen prachtvollen Bildinszenierungen stellte sich Tiepolo in die große Tradition der venezianischen Malerei. Seine Werke galten als Inbegriff der Kreativität und Fantasie. Zugleich fanden Humor und Ironie Eingang in seine Bildwelten und forderten traditionelle Kunstvorstellungen heraus. Verfremdungen und Mehrdeutigkeiten tragen auch heute noch zur Irritation des Betrachters bei. An der Zeitenwende zur Aufklärung weisen Tiepolos Werke auf Darstellungsstrategien voraus, die sich über Francisco de Goya bis in die Moderne beobachten lassen.


Ein zeitgenössischer Blick auf Tiepolos Kunst

Im Dialog mit Tiepolo zeigte die Ausstellung vier Arbeiten des zeitgenössischen Künstlers Christoph Brech. Er stellte den Werken Tiepolos eine Auswahl seiner multimedialen Arbeiten gegenüber und reagierte dabei auf zentrale Charakteristika wie ungewohnte Perspektiven, Verzerrungen, Licht- und Farbeffekte. Seine bildhaften Inszenierungen werfen die Frage nach dem Verhältnis von Bild und Betrachter auf, die bereits Tiepolo in seinem Werk stellte und die im digitalen Zeitalter von höchster Aktualität sind.


La Serenissima

Parallel zur großen Ausstellung fand im Graphik-Kabinett die Ausstellung »La Serenissima. Zeichenkunst in Venedig vom 16. bis 18. Jahrhundert« statt. Rund 50 Zeichnungen zeigten dort die unterschiedlichen Facetten der venezianischen Zeichenkunst vom 16. Jahrhundert bis zum Niedergang der Republik.

Film zur Ausstellung

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