15.11.2019 - 1.3.2020

Die Bauhaus-Mappen

Ein europäisches Projekt

Paul Klee aus der I. Bauhaus-Mappe
Paul Klee, Die Heilige vorm innern Licht, 1921, aus der I. Baushaus-Mappe, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammmlung

Das Bauhaus vertrat die Einheit von Kunst und Handwerk, demnach war es nur folgerichtig, dass die Graphik gleichwertig in die Lehre miteinbezogen wurde. Nach der Gründung 1919 in Weimar war die Druckwerkstatt die erste, die den Betrieb aufnahm. Seit 1921 stand ihr als »Formmeister der Druckerei« Lyonel Feininger vor. In seinen Händen lag die Gesamtleitung des Projekts »Bauhaus-Drucke. Neue Europäische Graphik«, zwischen 1922 und 1924 gedruckt und in vier Mappen publiziert. In der Ankündigung von 1921 war zu lesen: »All die Vielen, die noch nichts von Bauhausarbeit wissen und nicht wissen können, sollen durch dieses Werk auf uns hingewiesen werden.«

Der Anspruch, die künstlerische Avantgarde Europas auf dem Gebiet der Graphik zusammenzurufen, war hoch. Die erste Mappe war den »Bauhaus-Meistern« gewidmet, die übrigen nach Nationalitäten gegliedert. Insgesamt enthalten die »Bauhaus-Drucke« 52 Graphiken von 45 Künstlern.

Die Ausstellung präsentiert die vier Bauhaus-Mappen sowie weitere am Bauhaus und in dessen Umfeld gedruckte Mappenwerke von Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Oskar Schlemmer, László Moholy-Nagy und El Lissitzky.

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