Peter Paul Rubens, Geronima Spinola Spinola und ihre Enkelin Maria Giovanna Serra, um 1605/06, Detail, Staatsgalerie Stuttgart

Über die Ausstellung

Peter Paul Rubens (1577–1640) gilt als erfolgreichster Maler des Barock. Seine Gemälde zeichnet eine eindrucksvolle, farbenprächtige Bildsprache mit hohem Wiedererkennungswert aus. Bereits Rubens Zeitgenossen sind bereit, Höchstpreise für seine Werke zu zahlen. Doch wie gelingt es ihm, zu einem Maler aufzusteigen, der in ganz Europa gefeiert wird?

Die Ausstellung zeigt, wie Rubens in seinen frühen Schaffensjahren das Fundament für seinen späteren Erfolg legt. Als Sohn einer angesehenen Familie verfügt er über das nötige Startkapital und lernt noch in der Schulzeit einflussreiche Freunde und spätere Förderer kennen. Dazu kommen sein künstlerisches Talent sowie sein großer Ehrgeiz, als Künstler soziale und monetäre Anerkennung zu erreichen. Rubens verlässt 1600 Antwerpen, um in Italien die Kunst der Antike, der Renaissance und der Zeitgenossen zu studieren. Kontinuierlich erweitert er sein Netzwerk: Er wird Hofmaler des Herzogs von Mantua, porträtiert Angehörige der einflussreichsten Familien Genuas und stellt sich erfolgreich dem Wettbewerb mit anderen Künstlern.

Nach seiner Rückkehr nach Antwerpen baut Rubens eine leistungsstarke Werkstatt auf, die durch eine effiziente Arbeitsteilung eine hohe Zahl an Bildern in kurzer Zeit und in hoher Qualität produzieren kann. Eine prägnante Bildsprache wird sein Markenzeichen. Die prominente Platzierung seiner Werke in Kirchen oder hochrangigen Sammlungen und die weite Verbreitung seiner Bilder machen Rubens zu einer begehrten Marke. Er reagiert auf Angebot und Nachfrage, indem er günstigere Kopien seiner berühmten Bilderfindungen fertigen lässt. Auch bei der Massenproduktion der Bilder stehen Innovationsanspruch und künstlerische Qualität im Vordergrund. Rubens bleibt ein Leben lang Suchender nach der perfekten, emotional anrührenden Form und dem überzeugenden Bild. Schnell sind seine Motive in ganz Europa bekannt, was nicht zuletzt an der umfangreichen Kupferstichproduktion liegt.

Die Ausstellung zeigt an die 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier aus eigenem Bestand sowie hochwertige Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen.

Kuratiert wird die Ausstellung von Prof. Dr. Nils Büttner und Dr. Sandra-Kristin Diefenthaler. Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Rubenianum in Antwerpen und der Akademie der Bildenden Künste realisiert.

Things matter

Ergänzend zur großen Sonderausstellung »Becoming Famous. Peter Paul Rubens« zeigen wir unter dem Titel »Things Matter« eine Auswahl zeitgenössischer Fotografien, die sich den „Alten Meistern“ aus einer gegenwärtigen Perspektive nähern. Die eindringlichen Porträts von Maxine Helfman, Suzanne Jongmans und Hendrik Kerstens nehmen die Ästhetik des 17. Jahrhunderts auf, übertragen sie in die Gegenwart und machen deutlich, wie aktuell die Auseinandersetzung mit Rubens und seinen Zeitgenossen angesichts tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche noch immer sein kann. Die ausgewählten fotografischen Positionen beziehen Stellung zu Themen wie Rassismus, Klimawandel und Konsum und sind damit eine unmittelbare Reaktion auf das Heute.

Ausstellungstrailer

Ausstellungsfilm

Die Ausstellung steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Seiner Majestät, dem König der Belgier.

12 € / 10 € inkl. Sammlung und Graphik-Kabinett

11,50 € / 9,50 € ohne Sammlung und Graphik-Kabinett

Auch Gutscheine erhältlich!

Ausstellungsführungen

Do | 18.30 19.30 Uhr | 5 € / 2,50 €

So | 15.00 16.00 Uhr | 5 € / 2,50 €

Audioguide

In deutscher Sprache in Zusammenarbeit mit NOUS Audio und dem Studiengang
Sprechkunst und Mediensprechen der HMDK Stuttgart
5 € / 2,50 €

Becoming Famous – der Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog (344 Seiten, 416 Abbildungen) mit Beiträgen von 21 internationalen Autorinnen und Autoren. Die Ergebnisse der kunsttechnologischen Untersuchung sind hier publiziert. Erhältlich im Museumsshop CEDON für 39,90 € und im Buchhandel für 49,90 €.

Erkunden Sie die Exponate aus unserer Sammlung digital

MOSAIK RUBENS

Machen Sie mit! Online von zu Hause aus oder vor Ort können Sie mit Ihrem eigenen Porträtfoto Teil eines neuen »Rubens-Werkes« werden. Die entstehenden kollektiven Mosaikbilder werden in einem digitalen Kunstwerk in der Ausstellung gezeigt.

Gefördert vom Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst

In Kooperation mit

Mit freundlicher Unterstützung von

Programmhighlights

Mittagskonzerte

Als Reisender kam Rubens in die musikalischen Zentren Europas. Auch seine Heimatstadt Antwerpen war im 16. Jahrhundert – zusammen mit Venedig – eine Hauptstadt der westlichen Musik. Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart entführen Sie bei unseren Mittagskonzerten für eine kurze Zeit in die Welt von Rubens.

Di | 30.11., 7.12., 18.1., 1.2. | 12.30 – 13.00 Uhr | 5 €

Auf ein Biertje!

Ob Rubens lieber Wein trank oder Bier, das wissen wir nicht. Flandern aber, die Heimat des Künstlers im heutigen Belgien, ist für sein Bier berühmt. Lassen Sie sich nach einer exklusiven Führung durch die Ausstellung bei diesem Biertasting in die Welt des belgischen Biertjes entführen.

Fr | 3.12., 14.1., 18.2. | 18.00 – 20.00 Uhr | 40 €, Tickets nur im Vorverkauf.

Themennachmittag
Becoming Famous

Karrierestrategien und Selbstdarstellung in der Rubenszeit und heute: Expertinnen und Experten diskutieren aus kulturhistorischer Perspektive und mit dem Blick auf den heutigen Kunst- und Kulturbetrieb, mit welchen Strategien Künstlerinnen und Künstler erfolgreich wurden und werden. Führungen, Vorträge und Podiumsdiskussion.

Sa 8.1. | 15.00 – 18.00 Uhr | frei Führungen 5 € / 2,50 €

Paradiso armonico. Italienische Kammermusik in Antwerpen um 1650

So wie Rubens seine Eindrücke italienischer Kunst mit in seine Heimat brachte, fanden auch die Werke italienischer Komponisten Eingang in die Musikwelt Flanderns. Konzert mit dem Ensemble Il Gardellino: Griet de Geyter (Sopran),
Peter van Heyghen (Blockflöte), Joanna Huszcza (Barockgeige), Ira Givol (Gambe/ Barockcello), Kris Verhelst (Cembalo). Kompositionen von Girolamo Casati, Maurizio Cazzati, Tarquinio Merula u.a.

Sa 8.1. I 20.00 – 21.30 Uhr | 28 € / 22 €

Kulturwellness. Stilvoll entspannen mit Rubens in der Staatsgalerie

Ein besonderes Wellnessprogramm für all Ihre Sinne erwartet Sie an diesem Abend. Nach einem Abendessen mit Wein stimmt Sie ein Barock-Konzert auf Rubens‘ Welt ein, bevor Sie in aller Ruhe die Werke in unserer Ausstellung genießen.

Paket 1: Wein + Konzert + Ausstellung

Paket 2: Wein + Abendessen + Konzert + Ausstellung

Fr 21.1.22, 4.2.22 | ab 18.00 Uhr, Konzertbeginn 19.30 Uhr, Ausstellungsbesuch bis 22 Uhr | Paket 1: 50 € / 45 €*, Paket 2: 65 € / 60 €* (* für Mitglieder der Freunde der Staatsgalerie)

Gutscheine oder Tickets erhältlich unter sgs_fuehrungsservice@remove-this.staatsgalerie.bwl.de

Werkvorschau

Peter Paul Rubens, Geronima Spinola Spinola und ihre Enkelin Maria Giovanna Serra, um 1605/06, Detail, Staatsgalerie Stuttgart
Peter Paul Rubens, Bildnis des Brüsseler Goldschmieds Robert Staes, seiner Frau Anna und ihres Sohnes Albert, um 1610/11, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, © Foto Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Maxine Helfman, Imim (aus der Reihe »Historical Correction«), 2012, Staatsgalerie Stuttgart, © Foto Maxine Helfman
Maxine Helfman, Eilsel(aus der Reihe »Historical Correction«), 2012, Staatsgalerie Stuttgart, © Foto Maxine Helfman
Peter Paul Rubens, Der Heilige Sebastian von Engeln gepflegt,um1608-09, Gallerie Nazionali d’Arte Antica di Roma, Galleria Corsini, © Foto Gallerie Nazionali di Arte Antica, Roma (MIBACT) -Bibliotheca Hertziana, Istituto Max Planck per la storia dell'arte/EnricoFontolan
Seite 3von 4Peter Paul Rubens, Brustbild des Philosophen Seneca, um 1614/15, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, © Foto Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Lucas Vorsterman (nach Peter Paul Rubens), Der Engelsturz, 1621, Staatsgalerie Stuttgart
Peter Paul Rubens, Reuige Magdalena und ihre Schwester Martha, um 1620, Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie, © Foto KHM-Museumsverband
Ausstellungansicht
Ausstellungansicht
Ausstellungansicht

Veranstaltungen

Weitere Termine laden
nach oben