
1627, Öl auf Eichenholz
Im Bild des jungen Rembrandt verbindet sich die überlieferte christliche Symbolik mit einer neuartigen Gestaltungsweise: Der Betrachter erlebt die Eindringlichkeit der Szene unmittelbar. Von Licht und Schatten umspielt, erscheint der Heilige neben seinen stilllebenhaft arrangierten Habseligkeiten im Kerker. Das große Schwert weist bereits auf das kommende Martyrium voraus, seine Kreuzform ist augenfällig.
Mit einer Geste der Sorge, aber auch des tiefen Nachdenkens sitzt der greise Paulus über einem seiner Briefe. Das überirdische Licht an der Wand, das auch sein Haupt umgibt, ist Sinnbild der Inspiration, erinnert jedoch an eine Art Heiligenschein. [ CH ]
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