
um 1450/1455, Tempera und Öl auf Fichtenholz
Die Darstellung stammt wie die der Heiligen Drei Könige mit Gefolge vom fragmentarisch erhaltenen Altar des ehemaligen Zisterziensernonnenklosters Heiligkreuztal bei Riedlingen.
Die Stuttgarter »Pendants« bildeten Vorder- und Rückseite einer Tafel, wobei die Marienszenen innen, die Passionsdarstellungen außen zu denken sind. Unter Vermeidung diagonaler Linien schafft der Künstler durch die Schichtung paralleler Bildzonen Raum, ein Kompositionsprinzip, das er im Frühwerk des Niederländers Rogier van der Weyden vorgeprägt fand. Diesem folgt er auch im minuziösen Detailrealismus, der sich aber der ausgewogenen Gesamtform unterordnet. [ EW ]
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