Anselm Feuerbach (1829–1880)
»Iphigenie«

1871, Öl auf Leinwand

Iphigenie, vom Vater Agamemnon der erzürnten Artemis geopfert, wurde von dieser aus Mitleid vom Altar auf die Insel Tauris entrückt und musste ihr dort als Priesterin dienen. Feuerbach fühlte sich, wie er sagte, zum »Antik-Gewaltigen« berufen und wurde zum wichtigsten Repräsentanten eines monumentalen Neoklassizismus in der deutschen Malerei.

Wie eine antike Statue ist das Modell Lucia Brunacci, ab 1866 Nannas Nachfolgerin, in großer Pose platziert, wie Goethes Iphigenie »das Land der Griechen mit der Seele suchend«. Grau in grau mit wenigen Akzenten erinnert die Farbigkeit an antike Fresken. Inszeniert wie auf einer Bühne, wurde dieses Bild der unerfüllten Sehnsucht zum charakteristischen und häufig reproduzierten Motiv einer ganzen Epoche. [ CB ]

Heute im Museum
26.10.14

11:00 Uhr
Am Saum von Zeit und Raum - Frank Stella und Bridget Riley im Vergleich
Themenführung

15:00 Uhr
Königliche Sammellust. König Wilhelm I. von Württemberg als Sammler und Förderer der Künste
Ausstellungsführung

Bitte beachten Sie

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