
um 1808, Öl auf Leinwand
Dieses für die Malerei des 19. Jahrhunderts bedeutende Landschaftsgemälde, das ein Gegenstück in der Dresdener Galerie hat, entstand unmittelbar nach Friedrichs erster Fußreise durch das böhmische Mittelgebirge. Im Hintergrund sind der große und der kleine Milleschauer südlich von Teplitz zu sehen.
Aus der Komposition des Werkes geht der tiefere Sinn hervor: Mit künstlerischer Freiheit hat Friedrich Einzelheiten der Topographie und Vegetation zusammengefügt. Die beiden alten Eichbäume im Mittelgrund bilden ein Tor, vorne sind sie von einer jungen und einer absterbenden Tanne flankiert. Der lange Weg eines Wanderers würde nur auf beschwerlichen Pfaden zum höchsten Gipfel führen, um dort sein Ziel im hellsten Glanz des Lichts zu finden. In dem tiefgründigen Naturbild des großen Romantikers ist eine Parabel von Leben, Tod und Erlösung des Menschen verborgen. [ CB ]
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