Gottlieb Schick (1776–1812)
»Apoll unter den Hirten«

1806 - 1808, Öl auf Leinwand

Der Göttervater Zeus legte dem Gott Apoll eine Strafe für die Tötung der Zyklopen auf: Er musste aus dem luxuriösen Olymp hinabsteigen und dem thessalischen König Admetos als Hirte dienen. Stattdessen wandte er sich mit schöner Rede und Musik an Hirten und Bauern. Apoll hatte den Menschen nicht nur die hohe Kultur gebracht, auch die Schönheit seiner Erscheinung hatte sich unmittelbar mitgeteilt.

Schick hat das ethische Pathos der mythologischen Szene in eine Komposition von großer Ausgewogenheit und Ruhe umgesetzt. Das Bild, das in Rom vor den eindrucksvollen Zeugnissen der antiken Kultur entstand, enthält gleichsam das ästhetische Programm jener Epoche: Die Kunst an antiken Schönheitsidealen zu schulen und den Menschen ihrer eigenen Zeit Anteil am erneuerten Kanon zu geben, war das zentrale Anliegen der klassizistischen Künstler. Für die damalige Zeit hatte Schick eine gültige Form gefunden. [ CB ]

Heute im Museum
01.11.14

16:00 Uhr
Erhaben - Der Begriff und die Kunst von der Romantik bis zur Moderne
Führung für Mitglieder der Freunde der Staatsgalerie

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