
um 1890/1891, Öl auf Mahagoni, ©VG Bild-Kunst, Bonn 2003
Das zweite Stillleben Ensors zeigt den Spätstil des Malers. Mit geradezu unheimlicher Präzision ist ein morbides Arrangement in kaltes Licht getaucht. Hinter den Dingen stehen unmissverständlich und unentrinnbar Vergänglichkeit und Tod. Wie durch eine unsichtbare Grenze ist die reale Welt des Betrachters von der hermetischen Bildwelt Ensors getrennt. In seinen symbolistischen Werken erscheint die Ordnung der Dinge in gleichsam verschlüsselter Form, dem Zugriff der Sprache entzogen. [ CB ]
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