
1887, Öl auf Leinwand, Leihgabe der Freunde der Staatsgalerie
Das Bild ist ein Meisterwerk impressionistischer Malerei. Mit ihm kam 1906 ein Kunstwerk in die Stuttgarter Galerie, das den Ausgangspunkt für die bedeutende Sammlung moderner Kunst bilden sollte. Monets künstlerisches Credo war, das immaterielle, reine Licht darzustellen, indem seine Wirkung auf die sichtbaren Dinge gezeigt wird. Erst das Zusammenwirken von tausenden Strichen reiner Farben formt die Komposition und vermittelt den Eindruck einer lichtdurchfluteten Frühlingslandschaft.
Dadurch, dass Monet sein Bild von narrativen Elementen weitgehend befreit, konzentriert er den Blick des Betrachters auf das Phänomen seiner damals revolutionären Kunstauffassung.
Als »Impressionismus« bezeichneten die Pariser Kritiker mit zunächst abwertendem Unterton diese und ähnliche Werke von Renoir, Sisley und Cézanne in den Ausstellungen des so genannten Salons. Monet blieb Impressionist und wurde neben Cézanne zum wichtigsten Anreger der modernen Malerei des 20. Jahrhunderts. [ CB ]
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