Hans Burgkmair d. Ä. (1473–1531)
»Der ›Weisskunig‹ Kaiser Maximilians I.: Wie der junge weisse König die burgundische Sprache lernt«

um 1514 - 1516, Holzschnitt, 21,9 x 19,2 cm Blatt, Inv.Nr. A 70/4922

Der junge »Weisskunig« und seine Frau, die burgundische Prinzessin, lehren einander die jeweils andere Sprache. Die an einen Liebesgarten erinnernde Szene zeigt die verfeinerte Hofkultur, in die Maximilian I. nach seiner Heirat mit Maria von Burgund 1477 kam. Charakteristisch für die Kunst Burgkmairs ist die detailfreudige, in Gesten und Handlungen sensible Erzählweise, die den Betrachtern die Szene nahe bringt, zugleich aber durch die Architektur im Vordergrund Distanz schafft.

Kaiser Maximilian I. von Habsburg (1459–1519) war der erste Herrscher in Deutschland, der die neuen Möglichkeiten von Buch- und Bilddruck in großem Maßstab zur Selbstdarstellung nutzte. Im »Weisskunig«, seiner romanhaft erzählten Biographie, sind alle Personen verschlüsselt; für sich selbst hat Maximilian den Namen »weißer König« gewählt wegen der Symbolik der reinen weißen Farbe und des Anklangs an »Weisheit«. Er verfolgte das Ziel, durch ein Buch in deutscher Sprache das eigene »Gedächtnis«, das Bild seiner Person für die Zukunft zu bestimmen. Es sind alle Ausgaben der »Weisskunig«-Holzschnitte in der Sammlung vorhanden; hervorzuheben sind 123 Frühdrucke. [ HMK ]

Heute im Museum
30.08.14

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Schau an der schönen Gärten Zier - Paradiese
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Ausstellungsführung

16:00 Uhr
Ferdinand Hodler: Sezessionist und Symbolist
Für Mitglieder der Freunde der Staatsgalerie

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