Joseph Beuys (1921–1986)
»Hirschjagd«

1961, Kupferfarbene Bronze, gespritzt auf der Rückseite eines Werbeplakatfragments, 41,8 x 58,6 cm, darauf schräg aufgeklebtes Papier, 29,7 x 21 cm, mit Feder in graublauer Tinte und schwarzer Ölfarbe bearbeitet, Inv.Nr. C 70/1842, © VG Bild-Kunst, Bonn 2003

Vom Titel ausgehend wäre die schemenhaft fliehende Erscheinung im Hintergrund, die von zwei vom Bogen abspringenden Kreuzen getroffen wird, wörtlich zu verstehen. Den gleichen Titel trägt ein Regalschrank aus dem Jahr 1961 in der Sammlung Ströher im Hessischen Landesmuseum Darmstadt (angehäuft mit Relikten von Ideen, Konzepten und Materialien aller Art, behängt mit verschnürten Zeitungspaketen als Batterien, ein Energie und Ideenspeicher).

Zur Erweiterung des Begriffs Plastik erklärte Beuys im September 1979: »Seit 20 Jahren arbeite ich an einem anthropologischen menschlichen Kunstbegriff, in dem jeder Mensch einbezogen ist in den Gestaltungsvorgang. Wo man also tatsächlich und mit einer wirklichen Begeisterung zu dem Ergebnis kommt: Jeder Mensch ist ein Künstler! Und das beginnt im Denken. Denn das lebendige Denken ist bereits ein skulpturaler, also bildhauerisch- formender Vorgang, und aus dieser Erkenntnis - theoretischen Wahrheit leitet sich der Mensch als ein Künstler - als Gestalter - am sozialen Organismus ab« (R. Bergmann, Interview, Stuttgarter Nachrichten 22.09.1979). [ UG ]

Heute im Museum
31.08.14

11:00 Uhr
Tanz der Augen. Von der Suggestionskraft der Linie und visuellen Form um 1900
Themenführung

14:00 Uhr
Gebanntes Licht. Experimentelle Fotografie der Staatsgalerie Stuttgart
Ausstellungsführung Graphik-Kabinett

15:00 Uhr
Königliche Sammellust. König Wilhelm I. von Württemberg als Sammler und Förderer der Künste
Ausstellungsführung

Bitte beachten Sie

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