Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938)
»Rote Kokotte«

1914, Pastellkreiden auf grauweißem Papier, 41 x 30,2 cm, Inv.Nr. C 57/745, © VG Bild-Kunst, Bonn 2001

Ernst Ludwig Kirchner, in Aschaffenburg geboren, gründete zusammen mit Heckel und Schmidt-Rottluff die Künstlergruppe »Brücke«, deren Schaffen zum Inbegriff des deutschen Expressionismus wurde. Nach einem Nervenzusammenbruch im Krieg 1915 zog er sich nach Davos zurück, wo er 1938 sein Leben beendete. Eine frühe Entwurfsskizze »Kokotte mit Hund« in Feder von 1912, das Gemälde »Die Straße« von 1913 (Museum of Modern Art, New York), das 1914 übermalte Ölbild »Straße mit roter Kokotte« von 1912 (Slg. Thysse-Bornemisza, Madrid) und das Bild »Straßenszene–Friedrichstraße Berlin« (Staatsgalerie Stuttgart) gehören in den großen Kreis dieser Thematik. Unter den vielen Fassungen Berliner Straßenszenen zeigt dieses Pastell die strukturell entschiedenste Handschrift. E. Göpel schreibt 1959: »Diese Pastelle streben bildmäßige Wirkung an. Ihre strenge Komposition wird durch den zuckenden Rhythmus der in marionettenhafter Reihung im Hintergrund aufmarschierenden Männer in Bewegung gehalten. Die Bilder der Futuristen, die in jenen Jahren in Berlin in den Austellungen des ›Sturm‹ zu sehen waren, haben Kirchner diese fast mechanischen Bewegungsabläufe, die ›Macht der Straße‹, wie ein Bild von Boccioni heißt, nahegebracht.« [ UG ]

Heute im Museum
02.10.14

10:30 Uhr
Kunstgespräch für Frauen
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14:30 Uhr
Von Schloss Rosenstein in Hitlers »Führermuseum Linz«: Auguste Galimards »Leda mit dem Schwan«
Kuratorenkurzführung

15:30 Uhr
Kunstgespräch für Frauen
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18:00 Uhr
Zwischen System und Wahn: Sammelkultur vom Barock zur Aufklärung
Vortrag

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