Paul Klee (1879–1940)
»Warnung der Schiffe«

1917, Feder in Schwarz, Aquarell, auf rohweißem Papier, auf rosa eingefärbtes Bütten aufgezogen, 18,8 x 14,2 cm, auf 24,1 x 15,7 cm Büttenpapier,Inv.Nr. C 68/1608, © VG Bild-Kunst, Bonn 2003

Der in Münchenbuchsee bei Bern geborene Paul Klee studierte seit 1898 in München. Freundschaft mit den Künstlern des »Blauen Reiters«, seit 1920 am Bauhaus, 1931 an der Düsseldorfer Akademie, 1933 entlassen, Rückkehr nach Bern, wo er 1940 starb.

Am unteren Bildrand erkennt man kleine Segelschiffe, die offenbar von allen Seiten bedroht werden. Über ihnen erheben sich aus Vogel und Fisch gebildete Wesen, deren Bedeutsamkeit durch zwei Ausrufezeichen unterstrichen wird. Kaum sichtbar tauchen aus dem Hintergrund mit spitzer Feder gezeichnete Köpfe und Augen auf. Das Dreiecksmotiv des Segels stößt von den Bildrändern her in den Bildraum vor. Das Schicksal scheint sich über den winzigen Segelschiffen zusammenzuziehen, zumal auch Stern und Mond gefährlich verdunkelt sind.

Als allgemeines Thema gibt sich die Verflechtung der Einzelexistenz mit den höheren Mächten zu erkennen. Damit ist bei Klee ein häufiges Thema angeschlagen, das jedoch mitten im Ersten Weltkrieg einen aktuellen Hintergrund erhält. Der Tod des befreundeten Künstlers Macke 1914, besonders aber der Tod Marcs 1916, hatte Klee tief berührt und ließ ihn zu Beginn der Tagebuchaufzeichnung für das Jahr 1916 lapidar schreiben: »Ein Schicksalsjahr«. [ UG ]

Heute im Museum
18.04.14

10:00-18:00 Uhr
Das Museum ist geschlossen
Karfreitag

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