Gerhard Richter (geb. 1932)
»K.H.2«

1984, Aquarell mit wasserlöslichem Kunststoffbindemittel, Bleistift, Ölpastellkreide auf Aquarellpapier, 17 x 23,8 cm, Inv.Nr. DKM, Gr. 1028, © VG Bild-Kunst, Bonn 2001

Der aus Dresden stammende, seit 1961 an der Düsseldorfer Kunstakademie, ab 1971 dort als Professor tätige Maler Gerhard Richter verblüfft seine Anhänger durch krasse Motiv- und Stilwechsel, die ihm inzwischen Weltgeltung eingebracht haben.

Unsere fünf Arbeiten stammen aus einer Reihe von 77 kleinformatigen Aquarellen, die Gerhard Richter zwischen Januar und Mai 1984 gemalt hat. Deren gemeinsames Kennzeichen ist neben der abstrakten Gestaltung mit Bleistift, Ölpastellkreide und Aquarellfarbe hauptsächlich die bis zum Äußersten getriebene Farbigkeit, die letztlich in Widerspruch zur traditionellen Aquarellmalerei steht. Statt transparenter Farbformen dominieren deckende und sogar glänzende Farbzüge, deren Leuchtkraft durch Helldunkel-, Komplementärfarb- und Formkontraste noch gesteigert wird.

Die bewusst widersinnige Verwendung der Aquarellfarbe als deckende Farbmaterie ist Teil von Gerhard Richters künstlerischer Strategie, sich gattungsmäßigen, stilistischen und kunsthistorischen Einordnungen zu entziehen und so Kunst als stets neu zu erlebendes visuelles Ereignis zu konstituieren. Die Aquarelle entstanden parallel zu seinen so genannten »Abstrakten Bildern«, mit denen Richter am Ende der 1970er-Jahre in bewusster Opposition zur neoexpressiven Malerei der »Neuen Wilden« an die abstrakte Kunst der »Klassischen« Moderne und der 1950er-Jahre anknüpfte. [ RH ]

Heute im Museum
31.10.14

10:30-13:30 Uhr
Szenenwechsel: Wenn es Herbst wird auf den Feldern im Frühling
Workshop für Jugendliche ab 12 Jahren

15:00 Uhr
Such Dein Lieblingsbild
Kinderpraxisführung für Kinder ab 4 Jahren ohne Anmeldung

Bitte beachten Sie

Bei rund 5.000 Gemälden & Plastiken, 400.000 Graphiken und rund 150.000 Archivalien können wir selbstverständlich immer nur eine Auswahl unserer Werke präsentieren. Daher kann es durchaus vorkommen, dass Sie ein bestimmtes Werk bei Ihrem Besuch nicht ausgestellt finden, auch wenn es hier zu sehen ist. Falls Ihr Besuch im Museum nur einem bestimmtem Werk gilt, informieren wir Sie gerne vorab unter 0711 . 470 40-250 oder per E-Mail.

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