Einführung in das Thema

Bilderreihe: Schloss Ludwigburg, Eine Außen- und zwei Innenaufnahmen

300 Jahre nach seiner Gründung präsentiert sich Schloss Ludwigsburg der Öffentlichkeit als ein barockes Kulturzentrum des Landes Baden Württemberg. Im Jubiläumsjahr 2004 wurde der seit 1704 errichtete Alte Hauptbau der Schlossanlage einer ganz neuen Funktion zugeführt: In den mit großem Aufwand sanierten Räumen des Alten Corps de Logis findet seither im ehemaligen Jagdlusthaus Herzog Eberhard Ludwigs die Barockgalerie Platz.

Damit wird die Tradition der repräsentativen Gemäldesammlungen in den barocken Residenzen wieder lebendig, die einst für den Herrscher aus Prestigegründen von zentraler Bedeutung waren. Die Ludwigsburger Barockgalerie ist eine von Grund auf neue Einrichtung, die präsentierten Gemälde entstammen keiner genuin fürstlichen Barocksammlung.

Fast alle Werke, die in der Barockgalerie Ludwigsburg zu sehen sind, gehören zum Gemäldebestand der Staatsgalerie Stuttgart. Darunter sind Bilder, welche erst in den letzten Jahrzehnten erworben wurden, ebenso einige bedeutende Leihgaben aus Privatbesitz. Gleichwohl gründet die alte Gemäldesammlung der Staatsgalerie Stuttgart ihrerseits auf einen historischen Kernbestand, der u. a. bis in die Zeit der Erbauung des Ludwigsburger Schlosses zurückreicht und der – wie etwa bei der 1736 erworbenen Sammlung des Grafen Gustav Adolf von Gotter – durchaus auf diverse Ankaufsaktivitäten der einstigen württembergischen Herzöge zurückgeht.

Johann Heinrich Schönfeld (1609–1684) »Salomon wird durch den Priester Zadok zum König gesalbt«, 1657, Öl auf Leinwand

Johann Heinrich Schönfeld (1609–1684) »Salomon wird durch den Priester Zadok zum König gesalbt«, 1657, Öl auf Leinwand

Aus der Sammlung des Grafen Gotter, dessen Porträt Martin van Meytens d. J (1695–1770) malte, stammen auch einige Werke der deutschen Barockmalerei, deren Bestand die Staatsgalerie Stuttgart dank der Schauräume in Ludwigsburg präsentieren kann. Dazu zählen Bildnisse, etwa von der Hand des berühmten Porträtisten Johann Kupezky (1666–1740) oder von Maximilian Joseph Hannl (1694–1759). Ein Großteil der ausgestellten Gemälde wurde allerdings erst im 20. Jahrhundert erworben, darunter dramatische Historienbilder von Johann Heinrich Schönfeld (1609–1684), einem der Hauptmeister des deutschen Barock. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die im 18. Jahrhundert hochgeschätzte Gattung des »bozzetto« (Ölskizze), die mit Beispielen von Giovanni Battista Pittoni (1687–1767), Franz Anton Maulbertsch (1724–1796) und Martin Knoller (1725–1804) vertreten ist. Besondere Bedeutung haben die Ölstudien, die Carlo Innocenzo Carlone (1686–1775) um 1730–33 als Vorbereitung für seine Freskendekorationen in Schloss Ludwigsburg schuf.

Niccolò Renieri (Nicolas Regnier) (1591–1667) »Amnon und Thamar«, Öl auf Leinwand

Niccolò Renieri (Nicolas Regnier) (1591–1667) »Amnon und Thamar«, Öl auf Leinwand

Die neue Barockgalerie Ludwigsburg bietet darüber hinaus Raum für zahlreiche italienische Werke des 17. und 18. Jahrhunderts, die den zweiten Schwerpunkt neben der deutschen Barockmalerei bilden. Bereits seit dem Ankauf der venezianischen Sammlung Barbini-Breganze im Jahr 1852 ist die Abteilung der italienischen Malerei eine der umfangreichsten der Staatsgalerie.

Seit 2012 werden die Grävenitz- und Hohenzollern-Apartements, die zuvor Teil der Barockgalerie waren, wieder von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg genutzt. Bitte beachten Sie, dass die Barockgalerie deshalb im 2. Stock des Alten Corps de Logis eine wechselnde Auswahl von Gemälden präsentiert, die von der Bildübersicht der Website abweichen kann. Informationen zu den ausgestellten Werken erhalten Sie unter info@staatsgalerie.de.

Heute im Museum
02.09.15

12:30-13:00 Uhr
Bildbetrachtung
Kurzführung

Info
Strich durch die Rechnung - Workshop für junge Erwachsene

Es sind noch Plätze frei! Valentin Hennig, freischaffender Künstler und Filmemacher, bietet am 5.9. einen Workshop zur Ausstellung ›Karikatur – Presse – Freiheit‹ an. Bitte anmelden!
Nähere Informationen: Online-Kalender

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Freier Eintritt....

…in die Sammlung: immer Mittwochs! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Schließungen der umliegenden Parkgaragen

Im Moment ist die Garage »Landesbibliothek« geschlossen. Die Garagen »Staatsgalerie«, »Haus der Geschichte« und der Parkplatz am Landtag sind für Sie geöffnet. Weitere Parkmöglichkeiten finden Sie hier

Audio-Guide zur Sammlung …

… auch in Gebärdensprache ist für 5 Euro erhältlich. Die Audio-Führung für Kinder kostet 2,50 Euro. Mehr …

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