Yves Tanguy und der Surrealismus

09.12.2000 – 29.04.2001

Im Jahr seines hundertsten Geburtstages zeigt die Staatsgalerie eine Retrospektive über das Werk des Surrealisten der ersten Stunde Yves Tanguy. Gemeinsam mit Salvador Dalí, Max Ernst und Alberto Giacometti, die bereits mit umfassenden Ausstellungen in der Staatsgalerie vorgestellt wurden, gehörte der Bretone zum engen Kreis der Pariser Avantgarde der 1920er-Jahre. Wie eng sich Tanguy der Surrealistengruppe verbunden fühlte, zeigt seine maßgebliche Mitwirkung an deren Manifesten, Zeitschriften und Ausstellungen, sei es in Paris, Brüssel, London, Prag, New York oder Mexiko.

Yves Tanguys verschlüsselte Bilderwelten, deren Deutung bis heute Rätsel aufgeben, hat bereits den Wortführer der Surrealisten André Breton fasziniert, sah er doch in dem Maler einen Geistesverwandten par excellence. Bis zu seinem Tod im Jahr 1955 erkundete Tanguy die Welt der Imagination, der Träume und Wunschvorstellungen.

Im Zentrum der Präsentation steht die surrealistische Landschaft, der sich der Künstler wie kein anderer Maler seiner Zeit widmete. Tanguy verlieh seinen surrealistischen Visionen mit ihren submarinen Gewächsen, bizarren Formen und irrlichternden Strahlungen eine eigene Prägung. Die Landschaften, die geheimnisvoll in die Tiefe weisen, haben nicht zuletzt sein gesamtes Œuvre entscheidend bestimmt.

Gezeigt werden ca. 80 Leihgaben aus allen Schaffensphasen, beinnend mit frühen Arbeiten aus den Jahren 1926/7 bis zu seinem Spätwerk, das in seiner amerikanischen Wahlheimat Woodbury, Connecticut, entstand. Diesem Panorama werden Gemälde seiner Weggenossen wie De Chirico, Dalí, Ernst, Masson, Miró und Oelze gegenübergestellt, die das Werk von Tanguy im Kontext seiner Epoche beleuchten.

Die Jubiläumsausstellung, die unter der Schirmherrschaft des Comité Tanguy steht, vereint Leihgaben aus öffentlichen Sammlungen und Privatbesitz, die im wesentlichen aus dem Ausland, vorwiegend Frankreich und den Vereinigten Staaten kommen.

Im Anschluss an die einzige Station in Europa wird die Retrospektive der Staatsgalerie Stuttgart von Mai bis August 2001 in der renommierten Menil Collection, Houston/ Texas gezeigt.

Heute im Museum
03.05.16

12:30-13:00 Uhr
Villa del Seminario: De Chirico und Carlo Carrà
Kurzführung

15:00 Uhr
Giorgio de Chirico – Magie der Moderne
Ausstellungsführung

18:30 Uhr
Alberto Giacometti und Ernst Ludwig Kirchner im Dialog
Für Mitglieder der Freunde der Staatsgalerie

Info
Schaufenster Sohm V - Tomas Schmit

2016 jährt sich Tomas Schmits Todestag zum 10. Mal. Das Archiv Sohm würdigt den liebenswürdig-uneitlen ‚Querschläger‘ auf dem Feld der Kunst und ihrer Avantgarde mit einem Querschnitt aus dem Bestand seiner hochoriginellen Werke. Mehr …

Ab März in der Sammlung: Hermann Stenner (1891-1914)

Zum 125. Geburtstag des Künstlers erinnert die Staatsgalerie Stuttgart an den Weggefährten Oskar Schlemmers und Willi Baumeisters mit einer kleinen Werkauswahl aus eigenem Bestand
(Raum 36, Stirlingbau). Mehr …

Wegeführung zur Staatsgalerie

Auf Grund vieler Baustellen im Umkreis der Staatsgalerie, finden Sie hier einen Überblick, wie Sie uns am besten erreichen. Mehr …

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Freier Eintritt....

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… auch in Gebärdensprache ist für 5 Euro erhältlich. Die Audio-Führung für Kinder kostet 2,50 Euro. Mehr …

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