Stankowski 06

Aspekte des Gesamtwerks

08.04. – 02.07.2006

Collage Werke

Von links nach rechts: Farbandruck für das Plakat der Zürcher Lichtwoche 1932, schwarz mit Zusatzfarben, 25 x 17,5 cm | Kalenderblatt 1959, Firma SEL, »Verbindungen von Kontinent zu Kontinent durch Nachrichtentechnik« | Hans Neuburg (Entwurf), Anton Stankowski (Foto) Super Bouillon / Liebig, 1934, 127,0 x 90,0 cm, Tiefdruck, Museum für Gestaltung, Zürich: 2-0082 | Kanister/»Lichtspiele« 1932, 11,8 x 18,2 cm, Fotografie/Vintage, Stankowski-Stiftung

Anton Stankowskis Leitmotiv »Finden, vereinfachen, versachlichen und vermenschlichen – das Letzte ist das Schwerste« bestimmte Leben und Werk dieses unermüdlich tätigen Schöpfergeistes. Die Ausstellung zielt darauf, einzelne Aspekte des Gesamtwerks unter verschiedenen Gesichtspunkten aufzuzeigen und seine Aktualität unter Beweis zu stellen.

Es ist ein Versuch, sowohl den Pluralismus seines Werkes aufzuzeichnen als auch die Gemeinsamkeit, die Visualisierung von Inhalten, hervorzuheben. Für Anton Stankowski gab es keinen Unterschied zwischen freier und angewandter Kunst, beide Bereiche haben sich in seinem Werk ständig durchdrungen.

Als Bergarbeitersohn begann Anton Stankowski schon früh, Talent fürs Malerische zu entwickeln. Nach seinem Studium bei Max Burchartz an der Essener Folkwangschule wurde er 1929 von Max Dalang in dessen renommiertes Reklame-Atelier nach Zürich geholt. Es begann eine entscheidende Zeit, in der Stankowski sein foto- und typografisches Werk zu einem Prototyp zeitgenössischen Werbestils entwickelte, die heute legendäre »Schweizer Industriegrafik«. Wichtige Freundschaften entstanden in dieser Zeit, u.a. zu Hans Neuburg, Richard Paul Lohse, Max Bill, Verena von Loewensberg und anderen. Nach Entzug der Arbeitserlaubnis kehrte er mit einer Zwischenstation in Lörrach 1938 nach Deutschland zurück. Er gründete in Stuttgart sein Graphisches Atelier, das er auch nach »verlorenen Jahren im Krieg« weiterführte. Auch in Stuttgart hatte Stankowski sofort Verbindung zu den führenden Personen der visuellen Bewegung, wie Willi Baumeister, Max Bense, Egon Eiermann, Hugo Häring, Kurt Leonhardt, Mia Seeger und Walter Cantz. Nicht zuletzt durch die Tätigkeit Stankowskis wurde Stuttgart im Laufe der 50er Jahre zu einer »Hochburg« im Grafikdesign. Neben den grafischen Arbeiten widmete sich Stankowski der Malerei, die im Laufe der Jahre immer mehr ins Zentrum seines Schaffens rückte.

Die Ausstellung mit mehreren Standorten ist einerseits eine Bestandsaufnahme und andererseits eine Anleitung, das Gesamtwerk von Anton Stankowski neu zu entdecken. Es gibt einerseits die »Klassiker« wie im Grafikdesign das Deutsche Bank Logo und die Wortmarke Viessmann, in der Malerei seine berühmte Schräge und in der Fotografie solche berühmten Arbeiten wie »Zeitprotokoll im Auto«. Darüber hinaus werden aber erstmals viele weitestgehend unbekannte oder noch nie ausgestellte Werke gezeigt. Zu sehen sind zum Beispiel alle seine Skizzenbücher, die jetzt erstmals als Faksimile der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mit über 200 Exponaten, biografischen Filmen und einer Projektion seiner Fotogramme und Marken zeigt die Ausstellung die undogmatische Herangehensweise Anton Stankowskis an Formfindungen. Sie überraschen noch heute.

Die Ausstellung ist in 12 Themenbereiche gegliedert, von zehn Kuratoren zusammengestellt. Begleitend erscheint ein Katalogbuch im Hatje Cantz Verlag. Am 18. Juni 2006, dem Geburtsdatum von Anton Stankowski, findet an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart ein Kolloquium mit anschließender Feier statt. Eine Plakat-Galerie mit berühmten Marken deutscher Unternehmen trägt ab dem 25. April 2006 auf der Wiese vor der Weißenhofsiedlung zusätzlich einen Aspekt der Ausstellung in den öffentlichen Raum Stuttgarts.

Die Ausstellung ist im Anschluß im Haus Konstruktiv in Zürich vom 25. August bis zum 29. Oktober 2006 zu sehen. Weitere Ausstellungsorte folgen.

Weitere Informationen unter www.stankowski06.de
Plakatgalerie in der Weißenhofsiedlung

Heute im Museum
31.10.14

10:30-13:30 Uhr
Szenenwechsel: Wenn es Herbst wird auf den Feldern im Frühling
Workshop für Jugendliche ab 12 Jahren

15:00 Uhr
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Kinderpraxisführung für Kinder ab 4 Jahren ohne Anmeldung

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Szenenwechsel: Wenn es Herbst wird auf den Feldern im Frühling
Mit Hilfe der StopMotion-Technik erzählen wir die Werke großer Künstler weiter und lassen dazu einen kleinen Film entstehen. Workshop für Kinder ab 10 Jahren am 30.10.14, ab 12 Jahren am 31.10.14. Bitte Fototaparat mitbringen! Anmeldung erforderlich Mehr …

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Exhibition Website Oskar Schlemmer Starting on 20 May 2014 the rooms featuring »Italian Painting« and sections of the »Swabian Neoclassicism« presentation will be closed temporarily due to construction works. Angebote für Kinder und Jugendliche Stuttgarter Galerieverein Vermietung Newsletter abonnieren Teilen

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