Das Glück Württembergs

Zeichnungen und Druckgraphik europäischer Künstler des 18. Jahrhunderts

15.05. – 26.09.2004

Die kunstsinnige, kluge Regierung der Zeit findet ihre Verherrlichung in der Ideenskizze »Belohnung der Künste«, die der Italiener Carlo Innocenzo Carlone (1686-1775) für ein 1730 entstandenes Fresko zu Ehren Herzog Eberhard Ludwigs (1676-1733) in der Ahnengalerie des Ludwigsburger Schlosses schuf. Da in dessen Nachfolgern Carl Alexander (1684-1737) und Carl Eugen (1728-1793) die Künste und Wissenschaften ebenbürtige Förderer finden sollten, gilt diese Huldigung programmatisch für die Epoche.

Baumeister und Künstler

Es war der Baumeister des Ludwigsburger Schlosses, Donato Giuseppe Frisoni (1681-1735), der nicht nur Carlone, sondern auch andere befreundete und vor allem verwandte Künstler in die Residenzstadt holte. Darunter war sein Neffe Leopoldo Retti (1704-1751), der 1744 erster Architekt des Neuen Schlosses in Stuttgart wurde. Zusammen mit dem Bildhauer Domenico Ferretti (1702-1774) entwarf er die dortige Figurenbalustrade. Die einzigartige, rund 3,80 Meter lange Zeichnung ist jetzt erstmals in der Ausstellung zu sehen. Nach Rettis plötzlichem Tod folgte Philippe de La Guêpière (um 1715-1773) als Baumeister des Stuttgarter Schlosses und von Schloss Solitude. Deutlich wird in dessen großformatigen Zeichnungen, wie sich der Geschmack seiner Auftraggeber für das französische Rokoko widerspiegelt.

Die Ausstellung widmet sich auch dem berühmten Franzosen Nicolas Guibal (1725-1784), der ab 1749 am Hofe des Herzogs wirkte und vor allem durch seine bedeutenden Fresken im Neuen Schloss bekannt wurde. Unter diesen befand sich das 1758 entstandene Deckenbild »Das Glück Württembergs«, das 1944 dem Bombenhagel zum Opfel fiel. Erhalten blieb dessen Entwurfszeichnung sowie eine Detailstudie »Minerva auf Wolken thronend«. Letztere galt bisher als ein Werk von Anton Raphael Mengs, konnte jedoch nun zusammen mit einer weiteren neuentdeckten Zeichnung überzeugend Guibal zugewiesen werden.

Das Müller-Kabinett

Die Ausstellung gibt auch einen Einblick in die Kupferstecherschule von Johann Gotthard Müller (1747-1830), der als einer der besten Künstler seiner Zeit galt. Aus dessen Nachlass gelangten seine und Werke seiner Schule ins Königliche Kupferstichkabinett und gehören damit zum Grundstock der heutigen Graphischen Sammlung.

Die Ludwigsburger Porzellanmanufaktur

Ein weiteres Kapitel in der Ausstellung wird sich mit den Entwurfszeichnungen zu Porzellan beschäftigen, das in der Ludwigsburger Manufaktur angefertigt wurde.

Zur Ausstellung

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Zeichnungen und Druckgraphik europäischer Künstler des 18. Jahrhunderts
 

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