Blätter aus dem kunsttheoretischen Nachlass, Blatt 2, Feder in dunkelblauer Tinte; 23 cm x 14,2 cm
Die nachgelassenen Schriften dieses »behutsamen Avantgardisten« (Clara Menck) umfassen 2.355 teilweise mit Skizzen versehene Autographen, meist Einzelblätter, auf denen der Künstler seine Gedanken und Bildideen in aphoristischer Form notierte.
Sie geben beispielhaft Einblick in das bildnerische Denken von Hölzel, der sich nach seiner Studienzeit in Wien und München 1887 in Dachau niederließ, wo er eine Malschule gründete, bis hin zu seinen letzten Lebensjahren in Stuttgart, die bereits von der Diffamierung durch die NS-Kulturpolitik überschattet waren.
Der kunsttheoretische Nachlass von Hölzel als bedeutendem Vordenker ergänzt die Archivbestände zu Oskar Schlemmer und Will Grohmann in idealer Weise. [ KvM ]
Adolf Hölzel (1853-1934) – Der Kunsttheoretische Nachlass. Mit Beiträgen von Michael Lingner, Karin v. Maur und Wolfgang Venzmer, herausgegeben von der KulturStiftung der Länder und der Staatsgalerie Stuttgart, 1998, in der Reihe »Patrimonia«, Bd. 155.
Blätter aus dem kunsttheoretischen Nachlass, links: Blatt 492, Feder in dunkelblauer Tinte auf bräunlichem Papier; 31 cm x 24,2 cm, rechts: Blatt 529, Feder in verbräunter Tinte; 28,5 cm x 22,2 cm
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